Hörtest: so klingt die NESO

Weiter geht es in unserer Reihe: Sascha: ich bin ganz Ohr. Diesmal hat sich unser Test Hörer das Modell NESO vorgenommen.

Der folgende Hörvergleich und die Klangbewertung erfolgen nach persönlicher Wahrnehmung und eigener Erfahrung. Er spiegelt nicht zwingend den Eindruck und das Empfinden anderer wieder. Dieser Test soll eine tendenzielle Richtung des Klangcharakters der einzelnen „Kandidaten“ aufzeigen.

Letztendlich zählt nur, dass man mit seiner persönlichen Lautsprecherwahl zufrieden ist und weiterhin Spaß an der Musik hat. In diesem Sinne viel Freude mit dem Testbericht…

Modell: NESO – ‚Wolf im Schafspelz‘

Wer noch nie den „Aha“-Effekt bei einem Lautsprecher hatte, sollte sich die NESO von Orbid SOUND anhören. Von einem Lautsprecher dieser Größe erwartet man in der Regel keine urgewaltige Musikwiedergabe in Form eines ausgewachsenen Standlautsprechers. Dennoch ist man überrascht mit wie viel Elan, Spritzigkeit und vor allem präzisen Druck die NESO das aufgenommene gekonnt in den Raum schallen lässt.

Stimmen wie be Jocelin B. Smith´s Liveversion von „When I Need You“ spielen sich ohne zu nerven direkt nach vorne. Der Typische Vorhangeffekt ist praktisch nicht vorhanden. Im Gegenteil – die Stimmen sind immer klar und direkt nach vorne gerichtet. Absolut verfärbungsfrei ertönt Mitch Ryders „Berlin“ das authentisch und ehrlich durch die einzelnen Chassis durchdringt. Bei Eugene Ruffolo und seinem „Fool for Every Season“ scheint er geradezu über den Köpfen hinweg zu schweben.

Klangstark präsentiert sich die „kleine“ NESO genauso, wenn es um die Darstellung der einzelnen Instrumente geht. Eindrucksvoll stellt sie das bei Hans Theessink und „Soul On Fire“ unter Beweis – Snares und Tom´s kommen spritzig und hochauflösend rüber ohne dabei nervend zu wirken. Geradezu beeindruckend fällt einem ein kleines Detail auf, wenn man sich „Salty Dog“ von Procol Harum widmet – nämlich das dezente Erklingen der Schiffspfeife in der Anfangssequenz. Diese wurde mit der NESO atemberaubend feinsinnig transportiert und würde bei manch anderem Lautsprecher schlicht untergehen.

Nun kommen wir zur Lieblingsdisziplin der NESO – die ‚goldene Mitte‘ – nämlich die ausgeprägte Wiedergabe im Mitteltonbereich. Viele Kompaktlautsprecher neigen dazu in den Höhen nervig und schrill zu spielen und/oder im Gegenzug im Tief-/Mitteltonbereich verwaschen zu klingen oder schaffen es, keinen anständigen Tiefton zu liefern. Die NESO zeigt was für

Kräfte in einem Kompaktlautsprecher schlummern können. Mit ordentlicher Substanz, ausgewogenen Mitten und einer klaren Detailreichen Hochtonwiedergabe bildet sie eine perfekte Einheit für Genießer die sich auf ein Höhenflug begeben wollen. Wie Major Tom sagen würde: „Völlig losgelöst“.

 

 

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