Hörtest Orbid Sound PLUTO

Nach dem Testurteil der Fairaudio Redaktion wollten wir, dass auch unseren Testhörer Sascha sich Zeit für einen Höreindruck über die überarbeitete PLUTO nimmt. Hier ist sein Hörreport.

Der folgende Hörvergleich und die Klangbewertung erfolgt nach persönlicher Wahrnehmung und eigener Erfahrung. Er spiegelt nicht zwingend den Eindruck und das Empfinden anderer wieder. Dieser Test soll eine tendenzielle Richtung des Klangcharakters der einzelnen „Hör-Kandidaten“ aufzeigen.

Letztendlich zählt nur, dass man mit seiner persönlichen Lautsprecherwahl zufrieden ist und viel Spaß an seiner Musik hat. In diesem Sinne viel Freude mit dem Testbericht

Hörtest PLUTO – Mr. Jazz!

Die PLUTO ist das „kleinste“ 3-Wege – System von Orbid Sound. Und genau dieses bringt etwas neues, frisches und „schnuckeliges“ daher. Ein Lautsprecher in den man sich alleine schon durch sein Äußeres Auftreten verlieben könnte. Dies ist selbstverständlich nicht das einzige Argument, denn man mag diesem Lautsprecher einfach gern zuhören.

Denn die PLUTO hat einen souligen Charakter. Sie strahlt viel Wärme aus mit viel Liebe zum Detail; vor allem wenn man entspannt Eugene Ruffolo und seinem „Fool For Every Season“ lauscht. Bereits da wird einem klar, das die PLUTO offen und ehrlich mit dem Musikmaterial umgeht das man ihr darreicht.

Obendrein gibt es noch ordentlich Druck im Tiefbassbereich. Die neu überarbeitete Frequenzweiche macht hier wirklich den Unterschied. Entsprechend voluminös zeigt sich das in der unglaublich prägnanten Stimme von Allison Kraus wenn sie  ihr „That Kind Of Love“ fast schon flüsternd durch die einzelnen Chassis haucht.

Nach diesem Erlebnis erahnt man, dass die PLUTO neben Rock und Pop mit Jazzstücken sehr gut zurechtkommt. Es war daher schnell klar, wer als nächstes ran durfte; der gute alte „Satchmo“. Richtig, Louis Armstrong´s Klassiker „What a Wonderfull World“. Die raue, rauchige Stimme die seiner Kehle empor steigt, bringt schnell das wohlige Gänsehautfeeling mit sich. „Blueberry Hill“ versetzte einen dann letztendlich komplett in seine Zeit zurück. Natürlich darf auch Miles Davis nicht fehlen. Unübertroffen ertönt sein „So What“ leichtfüßig über die PLUTO, die seine Trompetenlaute gekonnt umzusetzen weiß. Man darf nicht vergessen, dass die Aufnahme von 1959 stammt, durch die PLUTO aber regelrecht aufgefrischt wird. Tendenziell spielt sie immer im Vordergrund; sehr schön zu hören bei den zupackenden Klavieranschlägen im Song „Berlin“ von Mitch Ryder.

Wechsel des Genres: mal sehen was diese Lautsprecher im Rock so draufhaben. Ausschnitte aus Rammsteins „Live in Paris“ Album wirken trotz der überschaubaren Maße der PLUTO beeindruckend groß und durch die schnell arbeitenden Bässe verblüffend frisch und immer kontrolliert, was die PLUTO auch für Rockfans interessant machen dürfte.

Fazit: Wer einen unkomplizierten und lockeren Sound sucht wird bei der PLUTO fündig.

Geeignet für: Jazz, Elektro, Rock, Pop

Aufstellung: Stereodreieck, Wandabstand nicht zu klein wählen.

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